Umgebung und Tools zur Webprogrammierung

Heute will ich Euch vorstellen, mit welchen Werkzeugen ich meine Projekte bearbeite und aus anfragenden Kunden zufriedene, wiederkehrende Kunden mache, wenn denn alles gut geht und die Chemie stimmt.
Tatsächlich entsteht alles auf einem Laptop der Marke HP, um genau zu sein ist es ein HP Probook 450 G4, das ich gebraucht für 500 € gekauft habe. Das ist nichts Besonderes, es ergab sich einfach so daß ich letztes Jahr dieses halbwegs aktuelle Mittelklasse Laptop erwerben konnte. Ich habe da keine Präferenzen, zuvor hatte ich ein ASUS Laptop, das war ebenso geeignet. Wesentlich wichtiger ist die Software, also das Betriebssystem und die Anwendungen.
Seit über zehn Jahren arbeite ich an Webprojekten am liebsten mit Linux. Irgendwie macht das Sinn für mich, vielleicht ist es auch Nostalgie oder das Wissen, daß diese ganze Internetgeschichte auf einem X-System entstanden ist (auf einem NeXt System wenn ich mich richtig erinnere). Jedenfalls war es für mir keine grosse Hürde auf Linux umzusteigen, denn ich hatte während des Studiums schon damit zu tun, wenn auch nur ganz rudimentär. Es gab ein kleines Rechenzentrum für den FB Physik Anfang der 90er Jahre. Dort hatte ich den ein oder anderen Kurs belegt, um dann auf der Konsole ein paar Dateien zu erstellen, kopieren, löschen usw. Das war es aber auch schon. Ich hatte keine Ahnung von Shellscripts, Perl usw.
Ich verwende Ubuntu weil es leicht zu installieren ist und die meisten grundlegenden Programme mitbringt. Über die Jahre habe ich mich daran gewöhnt. Welche Desktop Engine dabei zum Einsatz kommt ist relativ egal. Es gibt sicher schlankere und schnellere Alternativen dazu, aber das ist Geschmackssache.
Genug der langen Vorrede, hier sind meine wichtigsten Programme:
Visualstudio Code
Nachdem ich lange Jahre auf jEdit geschworen habe, bin ich tatsächlich auf diesen Microsoft-Editor umgestiegen und musste feststellen, MS hat seine Hausaufgaben gemacht. Super angenehmenes Arbeiten mit diesem Editor, der alle gängigen Programmiersprachen beherrscht.
Meine am häufigsten verwendeten Tastatur Shortcuts:
CRTL-K-O : Projekttree öffnen
CTRL-F : Suche in der aktuellen Datei
CTRL-H : Suchen/Ersetzen in der aktuellen Datei
CTRL-SHIFT-F : Suche im Projekt Tree
CTRL-SHIFT-K : Zeile löschen

Git
Nichts geht mehr ohne git. Auch nicht bei Ein-Personenprojekten. Als Deployment Tool verwende ich git-ftp auf der Kommandozeile. Dem Thema Deployment werde ich nochmal einen extra Post widmen.
Zwar lässt sich VS Code so konfigurieren, daß Änderungen nach dem Speichern sofort deployed werden, aber ich schaue mir Änderungen sowieso gerne erstmal lokal an und deploye dann aus dem Terminalfenster heraus ganz einfach per: git add . ; git commit -m „css“ ; git ftp push
Natürlich gibt es auch visuelle Git Tools wie Git-tk usw. Aber das macht eher Sinn, wenn mehrere Developer an einem Projekt arbeiten, um z.B. umfangreiche merge Klammern zu betrachten. Für meine Zwecke reicht git auf der Kommandozeile vollkommen aus. Es kommt ohnehin selten vor, daß ich mal einen commit zurückdrehe oder eine Änderung wieder auschecke, eben weil ich vor dem Deployment lokal verifiziere, daß die Änderung den gewünschten Effekt bringt und im besten Falle keine Komplikationen an anderer Stelle nach sich zieht.

Gimp
Alles was der Webgrafiker braucht, ist hier zu finden. Gimp ist die OpenSource Alternative zu Photoshop. Perfekt um mal eben ein Foto zu skalieren, zu komprimieren, ein PNG freizustellen etc.
Gimp ist für mich ein reines Bildbearbeitungstool. Wenn es daraum geht, eine visuelle Idee zu entwickeln, halte ich ein Vektorzeichenprogramm für die bessere Wahl. An dieser Stelle sei “Inkscape” empfohlen. Ein super Tool um z.B. ein Logo zu entwerfern oder mit Typografie herumzuspielen.

Chrome / Firefox
Hierzu ist nicht viel zu sagen. Nur in Ausnahmefällen brauche ich mal Safari. In der Regel funktioniert alles was im Chrome funktioniert auch in allen anderen zeitgemäßen Browsern. Es sei denn man steht vor der Aufgabe noch den betagten IE 11 zu bedienen, was in einigen Firmen oder Institutionen gar nicht mal so selten vorkommt. Kurz gesagt, ich habe mich auf Chrome eingeschossen, nur gelegentlich nutze ich auch mal FF um mich beispielsweise mit einem anderen Account auf einer Website anzumelden.